Location-based Marketing am POS: iBeacon und co

On 03/03/2014 by MBoeker

Estimote iBeaconWer wie ich oft vorgehalten bekommt, bei längeren gemeinsamen Shopping-Touren dem Smartphone mehr Aufmerksamkeit zu widmen als der großen Auswahl an Damenschuhen, bekommt jetzt die Rechtfertigung: standortbasierte Marketinglösungen. Doch was ist denn überhaupt das Spannende daran?

Online- und Mobile-Marketing kann mit dem klaren Vorteil aufwarten, Kundenverhalten und Kundenwünsche individuell für die werbliche Ansprache, Angebotsgestaltung und Beratung nutzen zu können. Am POS hingegen wirken die Produktpräsentation und der persönliche Kontakt mit dem Kunden oft Wunder. Schade nur, dass der Verkäufer die Vorlieben und Interessen des Kunden nicht kennt, um zielgenau auf seine Bedürfnisse eingehen zu können.

iBeacon und seine Android-Kollegen schicken sich nun an, die Brücke zwischen den beiden Welten zu schliessen. Was keine Kundenkarte bisher geschafft hat, gelingt nun dem Smartphone. Kleine im Geschäft positionierte Bluetooth-LE Transmitter verbinden sich mit den Smartphones der Kunden und tauschen Informationen aus. Relevante Kundeninformationen in die eine Richtung, kontextbasierte Angebote und Produktinformationen in die andere Richtung. Durchaus kein schlechter Deal für den Kunden: immerhin bekommt er so interessante Zusatzinformationen wie Videos, Bilder, Daten, Reviews und Kundenmeinungen zu genau den Produkten, nach denen er gerade sucht.

Location-based marketingApples iBeacon ist wohl der bekannteste Vertreter. Als beispielhafte Verwendung wurde im Patentantrag interessanterweise der Einsatz im Restaurant beschrieben: der hungrige Kunde bekommt die Angebote, Tagesmenüs, freie Plätze oder Wartezeiten genannt und kann sofort Tische reservieren, Speisen bestellen oder bezahlen. Es braucht nicht viel Fantasie, um entsprechende Verwendungsmöglichkeiten in vielerlei Einzelhandelsgeschäften zu erkennen.

Mittlerweile stürzen sich viele große und kleine Anbieter auf die neue Technologie und offerieren durchaus kostengünstige Lösungen. Der wesentliche Punkt in der Kommunikation mit dem Kunden ist aber eine App auf dem Handy. Fehlt eine eigene App, besteht auch die Möglichkeit, sich einer händlerübergreifenden Lösung anzuschliessen. Keine schlechte Lösung, denn wohl kein Kunde wird hunderte von Händler-Apps freiwillig auf seinem Smartphone installieren.

 

 

 

 

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