Click & Collect statt „Wir liefern morgen zwischen 8 und 14 Uhr …“

On 09/03/2014 by MBoeker

Oft gehört und oft ein Problem. Bequem online bestellt … und dann wird leider nur zu den Zeiten geliefert, wenn man brav im Büro sitzt.

Vielleicht einer der schon am stärksten umgesetzten Omni-Channel Trends ist daher die Möglichkeit, online bestellte Ware auf dem Heimweg an einem bequemen Ort abzuholen. Das hat mehrere Vorteile für den Kunden (und auch den Anbieter):

1) Er kann die Ware bei Abholung sicherheitshalber noch einmal checken … die Rücksendequote lässt sich gleich vor Ort senken. Nicht nur, dass ein Verkäufer vielleicht einige Fragen und Probleme gleich ausräumen kann … er kann notfalls gleich einen alternativen Artikel verkaufen. Oder bei der Gelegenheit gleich noch ein paar Zusatzverkäufe tätigen. In Österreich hat beispielsweise der Computerhändler DiTech schon lange die Möglichkeit im Programm. Keine Versandkosten, keine Wartezeiten … und kein sinnloses Herumfahren und Suchen. Auch Discounter electronic4you setzt schon lange auf seine Abholstationen.

dailymail.co.uk2.) Er spart kostbare Zeit im Geschäft mit der Suche und Auswahl. Alles schon bequem online erledigt. Auch hier natürlich mit einigen netten Hinweisen, was andere Käufer dieses Produkts vielleicht noch interessiert hat. Auf jeden Fall aber drängt man sich nicht mehr kurz vor Ladenschluss durch volle Geschäfte und steht in endlosen Kassa-Schlangen. In UK haben beispielsweise die Supermarktketten Tesco („Shop online and you can pick up your groceries, direct orders and clothing from a store near you.“) und Sainsbury dieses Thema für sich entdeckt. Die Ware wird online bestellt und bezahlt, am POS zusammengestellt und vom Kunden abgeholt. Eigentlich ganz einfach: Sainsbury click & collect. Eine ganze Auswahl an anderen Anbietern ist hier auch zu finden.

Und wie könnte es anders sein – auch reine Onlinehändler sehen hier Möglichkeiten, die Convenience für den Kunden zu erhöhen. Amazon Lockers beispielsweise sind als graue Schliessfachwände schon in vielen Locations in USA und UK zu finden. Hier steht, wie’s geht: Gizmodo erklärt und testet.

Volvo click & collect

Businessweek – Volvo delivery

Die wohl überraschendste Idee kommt allerdings ausgerechnet von … Volvo. Ja, richtig, Volvo. Warum überhaupt erst zu einer Pick-up-Station hinfahren, wenn eine vor dem Büro geparkt ist? Keine Schlepperei, kein Umweg, alles Bestellte ist schon im Auto. Möglich werden soll das durch einen digitalen Einmal-Unlock-Code. Spannende Lösung …

Auch schon neue Ideen? Ein kleiner Gedanke aber vorab … ist die Logistik schon überall in der Lage dazu? Weiss der Webshop überhaupt, in welchen Geschäften welche Ware verfügbar ist? Wenn nicht, steht da noch ein kleines Stück Arbeit bevor…

 

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